Das Finale – die besten Projekte 2025
Zahlreiche steirische Unternehmen und Institutionen haben ihre Chance im Wettbewerb der Besten ergriffen und sich mit exzellenten Projekten bei uns beworben. Vorhang auf für die 18 bestbewerteten Innovationen! Die sechs Sieger kürt eine Fachjury.
Das Industriewissenschaftliche Institut bewertete die Einreichungen in einem zweistufigen Verfahren. Beurteilungskriterien waren u. a. Innovationsgehalt, unternehmerisches Risiko, gesamtwirtschaftlicher Effekt, Marktchancen sowie Kooperationen und Qualifikationseffekte. Wir danken allen Einreichern sehr herzlich für ihr Engagement, ihre Kreativität und Schaffenskraft – jeder von ihnen leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Wirtschaftsstandortes Steiermark.
Digitalisierung: Kleinst- und Kleinunternehmen
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BRAVE Analytics GmbH
BRAVE Analytics GmbH hat eine neue, patentgeschützte Messtechnologie (OF2i®) entwickelt, die es erstmalig erlaubt, die genaue Zusammensetzung von Produkten auf Basis von (Nano-)Partikeln zu verstehen und kontrollieren – direkt im Produktionsprozess mittels eines Live-Streams von Messdaten. Das ermöglicht eine vollautomatische 24/7 Qualitätskontrolle industrieller Produktionsprozesse von Life Science Produkten wie Infusionen, Narkotika und Impfstoffen, sowie Formulierungen in der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie und in zahlreichen chemischen Prozessen.
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EXARON GmbH
EXARON ist ein Solution Provider, der sich auf die Modellierung und Simulation komplexer industrieller Prozesse und Systeme spezialisiert hat. Das Unternehmen nutzt immersive 3D-Umgebungen, in denen Systemmodellierungs-, Simulations-, Datenvisualisierungs-, Kollaborations- und AI-Technologien kombiniert werden können. Das ermöglicht die Entwicklung kundenspezifischer Lösungen, die den Herausforderungen steigender industrieller Komplexität gewachsen sind. Als Werkzeuge setzt das Unternehmen Visual Components als Simulationsplattform sowie industrietaugliche Extended Reality (XR) Technologien ein.
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RobotDreams GmbH
RobotDreams® ist ein disruptives steirisches Startup, das eine international zum Patent angemeldete Software-Plattform für KI-basierte Blutdiagnostik erfunden hat. Damit werden Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vieles mehr bereits mit der ersten vollständigen Blutprobe auf Basis von speziellen Rohdaten erkannt, die bisher noch nie verwendet wurden.
Digitalisierung: Mittel- und Großunternehmen
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NXP Semiconductors Austria GmbH & CO KG
Das Projekt konzentrierte sich auf die Entwicklung eines neuen, extrem stromsparenden und hochsicheren Chips auf Basis der Open-Source-RISC-V-Architektur. Diese innovative Plattform wird in mehreren neuen Produkten für verschiedene Anwendungen und Anwendungsfälle eingesetzt (z.B. Zugangskontrolle, sicherer Autozugang, Aufladen von Elektrofahrzeugen, intelligentes Transit-Ticketing, Geräteauthentifizierung, mobiles Zubehör und IoT-Anwendungen).
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Rosendahl Nextrom GmbH
Hochtemperatur-Schaumextrusion für Twinax Kabel nutzt die KI von heute für die Supercomputer von morgen: In KI-Datenzentren werden Millionen von Hochleistungsprozessoren miteinander verbunden. Dafür braucht es extrem leistungsstarke Kabel mit Übertragungsraten im Terabit-Bereich und geringster Datenlatenz – sogenannte „Twinax“-Kabel. Diese werden auf Schaumextrusionsanlagen der neuesten Generation hergestellt. Den Herstellungsprozess und die Maschinen dafür liefert Rosendahl Nextrom. Für höchste Präzision sorgt dabei ein KI-gestützter Schaumprozessregler, der eigens für diese anspruchsvollen Anwendungen in der Kabelproduktion entwickelt wurde.
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voestalpine BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG
Mit dem weltweit modernsten Edelstahlwerk in Kapfenberg setzt das Unternehmen einen technologischen Meilenstein in der Herstellung zukunftsweisender Hochleistungsstähle für die internationale Luftfahrt-, Automobil-, Energietechnik – sowie Öl & Gasindustrie. Der hohe Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad, effizientester Energieeinsatz, sowie höchste Umwelt- und Qualitätsstandards durch modernste Prozesstechnologie machen das Werk einzigartig. Durch die Implementierung innovativer Technologien konnten die letzten Lücken der Betriebsmittellogistik, der qualitätsbildenden Informationsgewinnung durch Big Data und der umfassenden Materialverfolgung geschlossen werden.
Digitalisierung: F&E-Institutionen
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JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH – Institut Health
Um mögliche Fehler bei chirurgischen Eingriffen weiter zu reduzieren, haben JOANNEUM RESEARCH und die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) einen innovativen Ansatz gewählt, um die papierbasierte OP-Sicherheitscheckliste mittels Prozessdigitalisierung in ein Prozess- und Entscheidungsunterstützungssystem umzuwandeln. Durch Schaffung relevanter Mehrwerte für Anwender (z.B. Scan des Patienten-Armbandes, intelligente Warnhinweise, durchgängiger Informationsfluss) wird nicht nur die Akzeptanz der Anwendung der chirurgischen OP-Sicherheitscheckliste gesteigert, sondern zusätzlich relevante Informationen aus anderen Systemen an einem Ort digital angeboten.
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Pro2Future GmbH
Der Fokus des Projekts liegt auf der Erkennung von Materialfehlern, insbesondere bei der Bearbeitung von Metallteilen. KI-basierte Qualitätsüberwachungsmethoden werden eingesetzt, um Fehler direkt an der Werkzeugmaschine während der Produktion zu erkennen.
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Virtual Vehicle Research GmbH
Für den reibungslosen Betrieb eines automatisierten Roboters oder Fahrzeugs ist ein aufeinander abgestimmtes System aus einer Vielzahl an Hardware- und Softwarekomponenten sowie Tools unerlässlich. Die vifware Automation Suite bietet eine modulare und flexible Lösung, um die steile Lernkurve und den enormen Entwicklungsaufwand für Startups, F&E-Einrichtungen und Industriepartner auf ein Minimum zu reduzieren.
Nachhaltigkeit: Kleinst- und Kleinunternehmen
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EC4P GmbH
Die EC4P GmbH ist ein Technologieentwickler und Hersteller von intelligenten autarken Mikro-Windkraftanlagesystemen, welche elektrische Energie generieren. In der Stele sind auch Wireless IOT, Sensor- und Kommunikationsdatenschnittstellen integriert. Die gesammelten Daten werden über eine Cloud-Plattform ausgewertet und verbreitet. Das Produkt kann zur Energieproduktion aus Wind und Sonne, aber auch zu Kommunikationszwecken in Zeiten von Energieausfall eingesetzt werden.
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oqdo GmbH
Die Lösung von oqdo ist eine Smart-Building-Plattform für Gewerbeimmobilien. Sie integriert Gebäudemanagement, Energiemanagement und KI in einer einzigen, benutzerfreundlichen App und bietet beispiellose Einfachheit und Klarheit.
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royos joining solutions GmbH
Die royos joining solutions GmbH hat ein innovatives, patentiertes Verfahren entwickelt, das Kunststoff und Metall in einem einzigen Schritt dauerhaft verbindet – ganz ohne Vorbehandlung. Diese nachhaltige Verbindungstechnologie ermöglicht eine signifikante Gewichtseinsparung und reduziert den CO₂-Fußabdruck, wodurch sie insbesondere in der Automobilindustrie aber auch in anderen Industrien eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Verbindungsmethoden darstellt.
Nachhaltigkeit: Mittel- und Großunternehmen
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E.L.T. – Kunststofftechnik & Werkzeugbau GmbH & CO KG
Um die Umweltbelastung nachhaltig zu verringern, ist ein radikales Umdenken erforderlich: weg von erdölbasierten Lösungen, hin zu recycelten und biobasierten Materialien. Genau hier setzt das von E.L.T. entwickelte Produkt comp | verde an. Mit seiner innovativen Materialtechnologie übernimmt das Produkt Verantwortung und bietet eine umweltfreundliche, leistungsstarke Lösung, die den Ansprüchen moderner Kunststoffanwendungen gerecht wird – ohne die Umwelt zu belasten.
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GAW technologies GmbH
Das CreaSolv-Verfahren ist ein lösungsmittelbasiertes Verfahren und ermöglicht das Recycling komplexer Kunststoffabfälle, die bisher als nicht recyclebar galten. Mit dieser Technologie lassen sich hochwertige Rezyklate aus gemischten Kunststoff-Abfallfraktionen (aussortierte Kunststoffverpackungsabfälle, die sich aufgrund ihrer Zusammensetzung für das Recycling nicht eignen) und Kunststoff-verbunden wirtschaftlich und umweltschonend herstellen.
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P&P Industries AG
Bluetifuel – 3D-gedruckter wasserstoffbetriebener Low-NOx Brenner für die Dekarbonisierung von industriellen Hochwärmeprozessen: Bluetifuel verbindet neueste Technologien in den Bereichen digitale Steuerung, Fertigung und Verbrennungstechnik zu einem Gesamtsystem, das erstmals eine effiziente, emissionsfreie und zuverlässige Alternative zu fossilen Brennstoffen bietet. Der Fokus auf Flexibilität, Sicherheit und Skalierbarkeit macht diese Innovation einzigartig und zukunftsweisend für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse in der Steiermark und darüber hinaus. Im Rahmen des Projekts erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit Combustion Bay One.
Nachhaltigkeit: F&E-Institutionen
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Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib)
Ziel des Projekts ist es, CO₂ mit Hilfe von spezialisierten Bakterien in hochwertige Produkte umzuwandeln. Das acib hat den Prozess der Gasfermentation auf ein neues, modernes Niveau gebracht – sowohl was die Effizienz als auch was die Arbeitssicherheit betrifft – und Graz damit an die Weltspitze dieses Forschungsbereiches gerückt.
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JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH – Institut MATERIALS
Die F&E von JOANNEUM RESEARCH ermöglicht die erstmalige Nutzung von Plasma-Jets in Umgebungsluft („atmosphärisches Plasma“) zur Auftragung von elektrisch leitfähigen, verschleißfesten, antimikrobiellen Beschichtungen ohne Temperaturbelastung auf temperaturempfindlichen Oberflächen von biologischen und biobasierten Werkstoffen wie Holz, Papier, Naturfaser-Textilien und Bio-Kunststoffen. Diese bisher nur für erdölbasierte Kunststoffe und energieaufwendig hergestellte Metalle anwendbaren Funktionalisierungen transformieren bislang nur als Strukturwerkstoffe genutzte Bio-Materialien in High-Tech-Funktionswerkstoffe, wobei die aufgebrachten Beschichtungen für den Anwender unsichtbar und damit die natürliche Optik und Haptik (z.B. Holzmaserung) erhalten bleiben („Shy-Tech“).
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Materials Center Leoben Forschung GmbH
Das Projekt umfasst eine künstliche Intelligenz (KI)-getriebene hochauflösende drei-dimensionale (3D) bildgebende Analysemethodik, die es ermöglicht, das Innere von Batteriezellen und Elektroden in 3D zu visualisieren und Strukturänderungen automatisiert auszuwerten. Die gewonnenen Daten sind essentiell um die Entwicklung verschiedener Batterietechnologien sowie den Einsatz von wiederaufbereiteten Batterien für E-Mobilität und zur Speicherung erneuerbarer Energien voranzutreiben, Zellalterung zu verstehen sowie verbesserte Zellen und Material Designs zu identifizieren und somit die Energiewende maßgeblich zu unterstützen.
Ihre Ansprechpartnerin
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